Kartenvorverkauf: Start am 2. Oktober am Pfarrheim und telefonisch ab 4. Oktober. Die Nummer wird in Kürze hier bekanntgegeben.

Wir spielen für Sie 2010:

Doktor Garfield's Tagebuch

28.8.2010 Zwischen den Zeilen
Regie (frz. régie „verantwortliche Leitung“; lat. regere „regieren“) bedeutet die verantwortliche künstlerische Leitung einer Aufführung durch den Regisseur. Dies umfasst die Werkdeutung und die Kontrolle über Einstudierung und Darstellung eines Stückes durch die ausführenden Schauspieler (Inszenierung). „Regieanweisungen“ sind nicht die Anweisungen des Regisseurs, sondern die des Autors im vorliegenden Text- oder Drehbuch.

Das trifft natürlich ziemlich das, was auch unser Regisseur so macht. Allerdings beschränkt sich seine Aufgabe bei weitem nicht nur auf den schauspielerischen Aspekt und das zusammenführen all’ seiner „Schäfchen“.
Es ist eine gute Planung gefragt um alle und alles unter einen Hut zu bringen. Es müssen Dinge mit dem Bühnenbau abgesprochen werden, mit der Technik, der Requisite, dem Bühnenbild und letztlich müssen alle Termine koordiniert werden.
Ein Regisseur muss in erster Linie zwischen den Zeilen lesen und das Stück erstmal auf seine Weise und für sich interpretieren, um dann seinen Schauspielern den sozusagen „Weg in’s  Stück“ zu weisen. Mit der Zeit wird dann alles langsam zum Gemeinschaftswerk aller Beteiligten.
Meist zufällig und natürlich spontan: Jemand bringt während der Probe eine Idee auf. Die Idee wird in den Raum gestellt und man strengt sich an, nicht alles daran komisch zu finden. Aber dann arbeitet man an der Idee und wirft Stücke, passend oder nicht, dazu. Nach langem Hin und Her und dem erfolgreichen Abwehren von einer bunten Facette an Einwänden, bleibt etwas kleben. Und genau dieses "etwas" muss man dann festhalten.

„Nicht zur Kulisse sprechen“, „Viel Gesicht“ heißt es öfters bei den Proben. Oder „großer Auftritt“ und „kurzer Abgang“.
Nein, hier ändern sich nicht die Gesichtsformen oder jemand wächst bei seinem Auftritt. Vielmehr geht es darum, die Szene so publikumswirksam wie möglich darzustellen. Und da hat der Regisseur sich viele Gedanken gemacht wie etwas am besten wirkt, wann jemand schnell nach dem letzten Satz von der Bühne geht oder auch richtig groß auftritt. Denn; nicht immer vermag ein Schauspieler sich anfangs ganz und gar in seine Rolle zu versetzen oder er hat noch nicht so ganz den Überblick über das Stück. Das „Vormachen“ des Regisseurs leistet da eine große Hilfe.

Und; ein Phänomen, welches uns (und ich denke nicht nur uns) schon all die Jahre begleitet: „Warum komme ich denn jetzt von hier und was soll eigentlich dieser Satz???“ Der Regisseur ist dann derjenige, der weiterhilft und so erschließt sich einem „Stück für Stück das Stück“.
Mittlerweile sind schon viele Proben überstanden, die Premiere nähert sich mit großen Schritten. Bei der letzten Probe hatte keiner der Akteure mehr das Textheft in den Händen. Ich selbst fühle mich auch viel besser ohne Buch auf der Bühne. Es gibt zwar Sicherheit, wenn es um den Text geht - aber mich hindert es am "Spielen". Die Szenen werden nun immer turbulenter und lebhafter und der Spaß steigt von Probe zu Probe. Es ist ja auch nicht mehr allzu lange hin. Nur noch acht Wochen - dann steht die Premiere bevor. Aber nicht nur die Proben schreiten voran - mittlerweile wächst die Bühnenplanung in den Köpfen, auch wird emsig an den Kostümen und Requisiten gefeilt - ein reges Treiben, dass immer dynamischer wird, je näher wir den Aufführungen kommen.

Und nun meine lieben Leser, werde ich mich verabschieden und mein Tagebuch schließen.
Vielleicht sieht man sich mal bei einer Aufführung. Ich bin jedenfalls dabei! Tschüss und vielleicht bis bald.
Eurer Doktor Garfield
 

 

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; ...bis zur Premiere!
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